Ich brachte als erstes eine Schwalbenschwanzraupe mit in die Schule. Ihr neues Zuhause war nun ein altes Aquarium.
Die Schwalbenschwanzraupe isst gerne Karottenkraut, wilde Möhren und Fenchelkraut. Fressen ist die Hauptaufgabe der Raupe. Sie steigert ihr Gewicht in 4 bis 5 Wochen um das 2000-fache. Weil die Haut nicht so dehnungsfähig ist, häutet sich die Raupe 3 bis 4-mal. Die abgestossene Haut enthält wichtige Nährstoffe und wird daher gleich wieder aufgefressen. So wird das Raupenstadium abgeschlossen.
In unserem Glaskasten hatten wir Kohlweisslinge, Tagpfauenaugen und Schwalbenschwänze.
Ramon brachte die Tagpfauenaugen, ich brachte zusätzlich noch Schwalbenschwänze und Kohlweisslinge.
         
Tagpfauenaugen-Raupen am Brennnesseln fressen              Schwalbenschwanz-Raupe
Kohlweissling-Raupe
Leider überlebte keine, weil sie von Parasiten befallen waren.
Wir kommen zum Puppenstadium. Die Raupe sucht sich einen optimalen Verpuppungsplatz. Wenn sie einen Platz gefunden hat, fängt sie an, einen Faden zu spinnen. Das dauert etwa 30 Minuten. Wenn sie ihren Faden gesponnen hat, fängt sie sich an zu verpuppen. Die meisten Raupen überwintern als Puppe. Das Tagpfauenauge überwintert als Schmetterling. Der Zitronenfalter und der Kleine
Fuchs können bis zu 11 Monate überleben. Ein paar Schmetterlinge leben nur 3 Tage.
Die Raupe kurz vor der Verpuppung, daneben die Stürzpuppe.
Die Aufgabe der Schmetterlinge ist die Fortpflanzung. Das Männchen verströmt einen Duft, um die Weibchen anzulocken. Dann tanzen sie den Balztanz. Es kommt zur Kopulation. Das Männchen gibt den Samen dem Weibchen. Das Männchen ist so erschöpft, dass es gerade stirbt. Danach legt das Weibchen die Eier an der Futterpflanze ab. Das ist der vollkommende Kreislauf, die Metamorphose.
Nach 2 Wochen schlüpften Ramons Tagpfauenaugen, die er als Raupen mitgebracht hatte.
Die Rüebliraupen haben sich verpuppt und werden erst im nächsten Frühling als Falter schlüpfen.

Der erste Schmetterling, der in unserem Schulzimmer schlüpfte, war ein Zitronenfalter.

Das Tagpfauenauge, kurz bevor es aus unserem Schulzimmer in die Freiheit flog.
Cinzia, 5. Klasse
21. September 2008